Brustkrebs,  Krebs,  Mein Tagebuch

Traurig, wütend und weinend

𝙆𝙚𝙞𝙣 𝙜𝙪𝙩𝙚𝙧 𝙏𝙖𝙜!

Am Freitag hatte ich wieder Therapie in der Onkologie. Meine Faslodex-Spritzen waren an der Reihe.

Zuvor wurde mir Blut für die Laborwerte abgenommen, die dieses Mal, trotz noch laufender Ibrance Einnahme, recht stabil waren. D.h. ab Sonntag eine Woche Pause machen und dann wieder anfangen, ohne eine erneute Blutkontrolle! Vielleicht aber auch nur, damit ich nicht schon wieder zur Onkologie muss. Wie dem auch sei, ich bin dankbar dafür.

Wir hatten ein Gespräch, welches mir ein wenig den Boden unter den Füßen wegerissen hat. Dabei hab ich nicht unbedingt was neues gehört. Nur die Konstellation des Gespräches war anders.

Im August hat mein Gynäkologe meine Tumormarker kontrolliert, (ich berichtete davon) und nach unserem Urlaub hab ich erfahren, dass diese gestiegen waren. Im September hat mein Onkologe dann die Tumormarker bestimmt und sie waren fast identisch. Mir macht das Angst! Ich weiß, euch auch!

Ich werde mir erneut Rat in Hamburg im UKE suchen und mir eine Zweitmeinung einholen.

Seit Juli weiß ich, dass ich ja im Progress bin, dass meine Metas in meinen Knochen weiter gehen. Nicht stillstehen! Das war allerdings immer unser Ziel. Deshalb wurde auch im Juli meine Therapie umgestellt von Letrozol auf Faslodex!

Faslodex ist zur Zeit eines der Favoriten unter den Aromatasehemmer! Ich bekomme es gerade mal seit 4 Monaten, aber die Tumormarker sagen, dass etwas nicht stimmt. Ja man sagt auch „Troublemaker“, aber sie sind im September nicht merklich gefallen. August 195 / September 183

Meine Ärztin meinte, dass wir Faslodex noch ne Chance geben sollten. Da meine Schmerzen in der Hüfte besser geworden sind und sich rausstellte, dass meine Schmerzen vom Ischiasnerv herkommen, will meine Ärztin noch abwarten, bevor wir eine erneute Diagnostik machen. Inklusive einer erneuten Biopsie um die Histologie zu bestimmen. Um dann ggf. die Therapie anders zu gestalten.

Und mir liefen einfach nur die Tränen. Es passiert mir nicht oft, aber da war dann auf einmal die tiefe Traurigkeit wieder, die Angst früher gehen zu müssen als ich will, die Wut darüber Krebs zu haben. Dieser verfickte scheiss Krebs. Wenigstens nen Stillstand würde ich mir wünschen.

Ich muss was tun, nicht abwarten, eine Zweitmeinung muss her. Mal wieder. Hamburg, Berlin vielleicht sogar Heidelberg. Aber zuerst Hamburg.

Aber eins war positive am Freitag. Die Ärztin selber hat mir die Spritzen gesetzt und sie haben so gut wie gar nicht wehgetan. Schön langsam, kaum Druck gespürt… so muss das sein. Vor 4 Wochen hat S. mir die Spritzen gesetzt, und das war schon richtig gut. Bis jetzt hatte ich jedes Mal jemand anderes, der mir die Spritzen gemacht hat. Mal gespannt wer nächstes mal wieder ran darf 😉!

Meine Gedanken sind niedergeschrieben uns es geht mir langsam wieder besser. Zur Zeit ist mein schwarzes Loch dennoch da, und auch tiefer als ich will, aber ich komm da schon wieder raus.

Ich wünsche euch vom Herzen alles Gute und #gebtachtaufeuch

Eure Mary 🌹

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