Mein Tagebuch,  Metastasen,  tägliche Gedanken

Nachdenklich

༄ɴᴀᴄʜᴅᴇɴᴋʟɪᴄʜ༄

In letzter Zeit hab ich immer wieder Phasen, in denen ich nachdenklich werde.

Die meiste Zeit gehts mir gut und ich liebe es Zeit mit meiner Familie zu verbringen.

Zur Zeit habe ich vermehrt mit schmerzen in meine Hüfte zu tun. Hinzu kommt, dass meine Tumormarker wieder gestiegen sind. Allerdings war das Anfang August, kurz vor meinem Urlaub, aber erfahren hab ich es erst nach meinem Urlaub.

Das berühmte Kopfkino ist natürlich daraufhin wieder etwas verstärkter und so machen sich Gedanken auf den Weg, die mich ab und an außer Gefecht setzen. #unddietränenkullern

Aber dann kommt der Wind, fährt mir durchs Haar (wie auf dem Bild ) und diese Gedanken verschwinden wieder.

Dennoch ist es an der Zeit, sich ein paar Gedanken mehr zu machen. Und Dinge wollen geregelt werden. Ich mache mir verstärkt Gedanken um eine Patientenverfügung machen. Dann schiessen einzelne Wörter, durch den Kopf…

– Hospitz

– Beerdigung

– Testament

– Briefe schreiben für meine Lieben usw.

Meistens denke ich, du hast noch Zeit. Du brauchst dir diese Gedanken nicht zu machen. In Zeiten, in denen alles gut läuft, die Blutwerte stimmen, die Therapie gut läuft, denke ich nur ganz sporadisch an solche Dinge.

Dann steigen die Tumormarker, oder die Blutwerte generell spinnen rum, die Schmerzen werden schlimmer… und meine Monster unterm Bett werden größer und größer.

Das ist der Moment in dem ich denke, dass ich nicht mehr so viel Zeit habe und 𝙚𝙣𝙙𝙡𝙞𝙘𝙝 anfangen muss meine Belange zu klären.

Mein Gemütszustand ist gerade am wanken. Bin gelähmt von diesen Gedanken. Aber nichts desto trotz mache ich weiter. In vielerlei Hinsicht…

Für meine Familie, die ich über alles Liebe, möchte ich alles tun, dass ich noch ganz lange hier bin. Ich möchte meinen Enkel aufwachsen sehen, mit meinem Mann die Welt bereisen, mit Freunden zusammen sein, mit meiner Familie Erinnerungen schaffen.

Für Cancer Unites, meine Arbeit für Krebspatienten, möchte ich noch so viel machen und erreichen. Am kommenden Wochenende fahren wir mit unserem Redaktionsteam nach Berlin zur ersten Yes!Con, die erste Krebsconvention überhaupt. Ich freue mich ungemein, mit Su und Alex zusammen auf der Convention zu sein. Für CU, aber auch für mich selber. Ich werde tolle Menschen treffen und tolle Gespräche führen.

Yes!Con Berlin

Das wird mich wieder auf andere Gedanken bringen.

Letztendlich haben wir es nicht in der Hand, was wann passiert. Aber wir können das Beste aus unserem

Leben machen. Denn 𝘿𝘼𝙎 haben wir in der Hand. Jeden Tag gut leben. So wie es sich gut anfühlt.

Ich werde mich um einige Dinge kümmern müssen, damit ich Frieden finde. Ich glaube, wenn ich diese Sachen geregelt habe, kehrt Ruhe in die diese Gedanken, und ich werde freier leben können. Das ist mein nächstes Ziel, eines meiner Ziele in 2021.

Ich hab noch mehr Ziele, aber davon erzähle ich euch ein anderes mal mehr.

Welche Ziele habt ihr? Ihr könnt mir gerne in den Kommentaren antworten.

Gebt acht auf euch

Eure Mary 🌹

5 Kommentare

  • sweetkoffie

    Obwohl ich nicht krank bin, habe ich auch immer öfter die Gedanken mein Leben ordnen zu wollen. Besonders beschäftige ich mich damit meinen Körper dem anatomischen Institut zu vermachen. Gerade jetzt, zu Corona-Zeiten, wurde mir ganz deutlich bewusst, dass meine Zeit hier abläuft.
    Alles Liebe für dich💕
    Sk

  • pusteblume49

    Frühmorgens und selbst emotional gerade nicht auf einem Höhepunkt, treibt das einem Tränen in die Augen und ein Schmerz durchfährt das Herz. Und dennoch empfinde ich so viel Liebe und möchte sie so lange wie möglich mit dir teilen. Regel das was dir das Herz schwer macht und ich glaube dann lebt es sich leichter

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