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Das Gespräch mit meinem Onkologen…

Am Donnerstag (Gründonnerstag) hatte ich meinen vierwöchigen Arzttermin.

  • Blutkontrolle
  • Kurzes Gespräch
  • Rezept ausstellen
  • Krankenschein ausstellen

Ein kurzes Gespräch habe ich nicht immer. Wenn meine Blutwerte, für meine Verhältnisse, unter meiner Therapie, ok sind, dann bekomme ich das Rezept ohne ein Gespräch. Aber dieses Mal wollte mich mein behandelnder Arzt sehen. Mit Mundschutz und Abstand versteht sich.

Unser Gespräch ging weniger über meine Blutwerte, sondern darüber wie die Onkologen die weiterführende Krebstherapie unter der „Corona-Krise“ sehen. Zu anfangs war mein Arzt der Auffassung vieler Onkologen, die Therapie für ne gewisse Zeit auszusetzen. Weil sie dachten, man könne dadurch das Immunsystem krebskranker Menschen etwas besser aufbauen, um so besser geschützt zu sein, im Umgang mit dem Virus 🦠 Sars Cov 19!

Aber nach reiflicher Überlegung war diese Entscheidung für ihn aber nicht mehr wirklich tragbar. Denn, was wäre wenn… der Krebs dann wieder Auftrieb bekommt, sich neue (in meinem Fall) Metas (Metastasen) dazu gesellen, generell alles auf einmal schlechter wird… macht das dann Sinn die Behandlung auszusetzen? Welchen Nutzen haben die Patienten davon?

Wir entschieden gemeinsam, dass wir die Behandlung weiterführen. Ich hätte es auch, um ehrlich zu sein, gar nicht anders gewollt. Den Gedankengang dahinter kann ich zwar gut verstehen, aber die Angst, dass die Metas wieder aufblühen oder es noch mehr werden, ist bei mir mittlerweile auch größer als die Angst vor dem Virus.

Ich halte mich weiter bedeckt mit Kontakten, gehe nur mal spazieren oder Fahrrad fahren, oder auch mal in einen kleinen Lebensmittelladen Kleinigkeiten einkaufen… aber alles mit Mundschutz und im Laden sogar zusätzlich mit Handschuhen. Ich halte den nötigen Abstand ein.

Treffen mit Freunden wird nach wie vor nicht stattfinden. Mit meiner Familie, Tochter und Enkel, nur aus der Ferne bzw. alle mit Mundschutz.

Aber ich schweife ab…

Also entschieden wir, dass ich meine Tablettenchemo fortsetze. Und damit sind wir beide uns einig. Dann kam die Überlegung, dass ich ja auch in ein paar Tagen meine Bisphosphonate bekommen sollte. Die 3 Monate sind schon bald vorbei und die nächste Infusion wäre dran. Wir verschieben die Gabe um 3 Wochen nach hinten, wenn ich eh wieder zum Onko müsste, für meine Blutwerte checken zu lassen. Dann machen wir alles in einem und brauche nicht zusätzlich zu kommen. Wie er so schön sagte, „dann haben sie einen Berührungspunkt weniger“! Jep. So wird es gemacht!

Alles in allem bin ich froh, dass meine Therapie weiterlaufen kann. Obwohl ich natürlich nach wie vor zur Risikogruppe gehöre, aber das würde sich ja auch nicht ändern, wenn ich die Therapie jetzt absetzen würde. Ich müsste genau so aufpassen, und nichts würde sich ändern an meinem Tagesablauf. Also warum dann absetzen?

Wir bleiben weiter zuhause, harren der Dinge aus, und versuchen so gut es geht über die Runden zu kommen! Was anderes bleibt uns ja auch nicht übrig!

In diesem Sinne… passt gut auf euch auf, bleibt gesund und

#gebtachtaufeuch

Eure Mary 🌹

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