Brustkrebs ·Familie ·Krebs

Fahrt nach Köln zur Uniklinik, Teil 2

Wow. Was für ein Tag! So viele Informationen… Mein Kopf ist heute morgen, einen Tag später, immer noch ziemlich überlastet. Hab auch nicht so gut geschlafen. 😔 Mal sehen, ob ich alles zusammen bekomme. Meine Tochter kommt heute Abend vorbei und möchte gerne alles wissen. Logisch. Geht es ja auch um sie bei der Sache. Schließlich könnte sie ja auch von dem Krebs irgendwann betroffen sein. Dieser Gentest dient dazu herauszufinden, ob er erblich bedingt ist. Also einen Gendefekt in unserer Familie vorliegt. Man könnte es annehmen. Meine Oma, mütterlicherseits hatte auch Brustkrebs, beidseitig. Meine Mutter hatte Brustkrebs, beidseitig. Und ich jetzt auch.  Linksseitig. Das macht mir schon etwas Angst. Dieser Test, sollte er positiv ausfallen, hat natürlich auch Auswirkungen auf meine spätere OP. D.h. Ich habe die Möglichkeit mir, nach reiflicher Überlegungen, auch die gesunde Brust operieren zulassen mit einem gleichzeitigem Aufbau! Aber bis das Ergebnis da ist, vergehen noch ein paar Wochen/Monate! Dann muss ich wieder nach Köln. Dann ist das so. Sollte sich herausstellen, dass es erblich bedingter Krebs ist, dann muss Mama getestet werden, um zu sehen, ob es von Ihrer Seite kommt. Von Papa kann leider keine Probe mehr erstellt werden. Er ist Ende 2013 an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Und die Ärztin sagte gestern zu mir, dass in dem Test auch auf Bauchspeicheldrüsenkrebs getestet wird. Brustkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs stehen nah zusammen. Haben sozusagen was miteinander zu tun. Da hab ich gedacht, mich trifft der Schlag. Da in Papas Familie auch Krebs genügen vorhanden war, kann es auch von dort vererbt worden sein. Mein Opa, väterlicherseits, ist ebenfalls an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Eine Cousine von Papa, und deren Tochter, haben ebenfalls Brustkrebs. Es ist so heftig….

Jetzt heisst es erstmal abwarten, was der Test zeigt. Und dann wird nochmal neu sortiert und überlegt. Dann schauen wir weiter… Bis zur OP vergeht eh noch Zeit. Die wird erst Anfang bis Mitte Oktober sein. Bis dahin sind wir ein gutes Stück schlauer!!!

10 Gedanken zu „Fahrt nach Köln zur Uniklinik, Teil 2

  1. Oh mann… was für eine Scheiße (sorry für die Ausdrucksweise). Geht es deiner Mama denn gut? Konnte sie ihn besiegen? Heutzutage ist alles machbar, wenn es früh erkannt wird. Viele alte Menschen sterben übrigens ohne dass wir wissen,was sie hatten…vielleicht hatten sie auch Krebs. Meine Oma ist jetzt an Darmkrebs gestorben (wie ihre Schwester). Hätten wir nicht gewusst, dass sie es hat (durch Zufall), hätten wir gedacht, es sei Altersschwäche (95 Jahre). Ansonsten hatten bei uns einige Männer Lungenkrebs und ich habe dennoch wie ein Schlot geraucht… Ich glaube, dass in jeder Familie irgendetwas vorhanden ist (bei uns gab es noch andere Sachen). Klar, bei BK hört man immer, dass es die und die auch schon hatte und bei Pankreas auch… Mann, ich drücke alles was ich habe. Zum Glück ist die Medizin weit fortgeschritten heutzutage! Und es wird immer besser. Wie geht es dir mit den ganzen Informationen? Was fühlst du genau? Denkst du schon anders über das Leben? Alles alles Liebe <3

    1. Ja das ist schon ziemlich scheiße das alles. Das darfst du ruhig sagen. Meine Mama hat den Brustkrebs zweimal überstanden. Es geht ihr gut. Und auch ich werde es schaffen. Jeder trägt ja das Krebsgen in sich. Bei dem einen bricht es aus, bei dem anderen eben nicht. Habe heute echt keinen so guten Tag. Die Infos schwirren nur so durch meinen Kopf. Aber so langsam kommt Ordnung rein. Ich fühle mich einerseits traurig, weil uns so vieles wieder bewusst wurde, andereseits bin ich froh, gestern in Köln gewesen zu sein und der Test ins rollen kam. Jetzt heisst es abwarten. Danke dir für deine Worte! <3

    1. Danke. <3 Bin selber noch sprachlos, was da gestern alles auf mich zukam. Und ich hab noch nicht alles aufgeschrieben. Das war nur ein Teil von dem, was ich jetzt weiß. Der Rest kommt nach und nach.

        1. Ja absolut. Hatte ja Gott sei Dank meine Mom und meinen Mann dabei. Das war so wichtig für mich. Ich denke, wir werden die Tage hier noch ein es zu besprechen haben. Und meine kleine Unbeschwertheit, die ich seit letztem Wochenende hatte, ist irgendwie wieder, zumindest für einen Teil, überdeckt und verschwunden. 😞

          1. Das kann ich absolut nachvollziehen. Es ist schon heftig, was diese scheiß Krankheit mit einem anrichtet. Ich denke so oft an deine Tochter und was ihr alles zusammen durchstehen müsst! Ich danke dir von Herzen für deine tollen Kommentare. Du bist ein wunderbarer Mensch. Bleib so wie du bist. <3 und fühle dich mal ganz lieb von mir gedrückt. Und deine Tochter ebenfalls. Ich schicke euch gute Gedanken und Kraft! 💛
            Wir werden gemeinsam noch viel Achterbahn fahren…

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